Du hast ein Buch geschrieben!?

Endlich ist es soweit.

Du siehst tatsächlich das kleine Wörtchen „ENDE“ auf deinem Bildschirm blinken und dir wird bewusst, du hast gerade dein erstes, eigenes Buch fertig geschrieben. Was für ein Gefühl!

Und es sind nicht nur ein paar Seiten. Nein. Keine fünfzig oder sechzig wie früher, auf die du damals schon stolz warst – es sind hundertfünfzig, zweihundert, vielleicht noch mehr.

Du bist so stolz.

Du willst es allen Freunden und deiner Familie schicken.

Du willst die ganze Welt daran teilhaben lassen.

 

Und hey, heute geht das so einfach.

Der mühsame Weg über den Verlag, wo man ein kühles „Nein danke, kein Interesse“ befürchten muss und die Enttäuschung einem die Kraft raubt, den muss man nicht mehr gehen. Also beginnst du zu recherchieren … Kleinverlage, Distributoren, Druckkostenzuschuss… oh, Moment, letzteres klingt irgendwie nicht so toll :/
Aber lohnt es sich bei den anderen Beiden? Kann man es nicht genauso gut allein hinbekommen?
Ein paar Klicks, ein einigermaßen hübsches Cover (okay, man sieht ihm vielleicht an, dass das kein Profi dran war, aber egal) … und schon ist es online.
Selfpublishing ist eine schöne, neue Welt – von vielen geliebt, von manchen gehasst – und wirklich jeder kann alles veröffentlichen was er will, egal in welchem Zustand.

Aber du willst ja eigentlich nicht nur irgendwelchen Müll verzapfen. Du hast ein echtes Buch geschrieben, mit Herzblut und vielen tollen Ideen. Du willst auch, dass es gut ankommt, dass du Menschen für deine Geschichte begeistern kannst, weil sie dir wirklich was bedeutet und du dir durchaus bewusst bist, dass man damit nicht gerade auf die Schnelle ein Vermögen verdienen kann.

Mit stolz geschwellter Brust siehst du es online gehen. Für kleines Geld wird neuer Stoff von den Büchersüchtigen schnell konsumiert – und du weißt, deine Story ist mindestens genauso gut, wie diese Heftchen, die deine Mama früher immer gelesen hat.

Ein paar Tage später hast du vielleicht schon eine erste Rezension. Wow! Und die ist gar nicht schlecht – „lässt sich gut lesen, interessante Story, hat ein paar Schwächen, aber hab mich gut unterhalten gefühlt.“
Jemand der dich nicht kennt, hat es gelesen und gut gefunden. Ja, es gab einen kleinen Kritikpunkt, aber … hey, plötzlich fühlt man sich schon fast wie ein echter Schriftsteller, du schwebst auf deinem eigenen, kleinen Wölkchen.

 

Aber am nächsten Tag bekommt deine Wolke plötzlich einen Riss, denn da ist eine zweite Rezension – und die klingt gar nicht gut: „Eigentlich eine gute Story, aber alles ist voller Rechtschreibfehler, die Grammatik unmöglich – und wo zur Hölle ist die Logik in dem Buch?“

Du bist wie vor den Kopf gestoßen. Der Weg in die Realität kurz und hart. Du bist enttäuscht und wütend. Wer ist das überhaupt? Hält der/die sich für einen Literaturkritiker? Hat der überhaupt Ahnung von irgendwas?
Du atmest tief durch und lässt dir das alles durch den Kopf gehen, lässt es sacken.

Na ja, vielleicht ist dieser Mensch nicht vom Fach und tut nur seine Meinung kund. Es kann einem schließlich nicht jedes Buch gefallen – wobei, eigentlich hat ihr/ihm die Story ja gefallen, das Problem war das Drumherum und die Umsetzung, weniger die Idee.

Okay, okay ... aber vielleicht hat derjenige einen miesen Tag gehabt und einfach nur seinen Frust bei dir abgelassen. Du überlegst, kommst zur Ruhe. Der Tag vergeht, der nächste kommt.
Die Kritik geht nicht so spurlos an dir vorüber, wie du es gern möchtest.

Hat er/sie vielleicht doch nicht ganz unrecht?

 

Die Rezensionen werden mehr und das Echo daraus sehr deutlich. Fast jeder ist begeistert von der Story an sich, aber die mangelhafte Überarbeitung, das fehlende Lektorat, es wird viel gemotzt.

Also schaust du nochmal rein ins Buch, in dein Herzprojekt, nachdem du ein bisschen Abstand gewonnen hast. Du siehst dir die ersten Seiten an und denkst: „Verdammt! Die haben Recht. Da sind Fehler und ich hab mich in den Zeiten vertan. Oh, okay … DAS hätte ich anders erklären müssen … und DIE Info sollte erst viel später kommen. Verdammt, verdammt, verdammt!"

 

Und dann wird dir klar, dass sich all die Fehler, die falschen Kommas, Zeiten und Logik-Lücken durchs ganze Buch ziehen. Dass du es nur heruntergeschrieben hast, weil du tief drin warst in der Story, aber obwohl du sonst wirklich nicht schlecht bist in Rechtschreibung und Grammatik haben sich nun lauter kleine Stolpersteine eingeschlichen, die zu einem großen Ganzen geworden sind.

Und ja, du verstehst das Problem der dich kritisierenden Leser … dich selbst würde es genauso nerven, wenn dein Schreibfluss ständig unterbrochen würde durch Rechtschreibfehler und seltsame Umschreibungen.

 

Wie konnte das also passieren?

 

Betriebsblindheit nennt es sich ganz profan … oder anders umschrieben: „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“ oder im Fall des Schreibenden: "Die Fehler vor lauter Worten nicht.". Und eigentlich ist das völlig normal.

Du kannst sonst der Spezialist für Rechtschreibung und Grammatik sein, wenn du 50, 60, 70.000 Wörter und mehr heruntergeschrieben hast, werden sich in deine Story trotzdem Flüchtigkeitsfehler und Logik-Lücken eingeschlichen haben. Du kannst sie auch weitere zwei-, dreimal durcharbeiten – du wirst nur nach langer Zeit genug Abstand dazu gewonnen haben, um sie objektiv und sachlich zu betrachten. Nicht ohne Grund packen manche Schriftsteller ihre fertigen Manuskripte erstmal für ein Jahr in eine Schublade, um mit genügend Abstand nochmal daran zu arbeiten und die Fehler auszumerzen.

 

Aber du hast kein Jahr, es ist ja schon auf dem Markt und du willst auch gar nicht so lang warten.
Was also tun?

Klar ist, ein Lektorat und/oder Korrektorat muss her. Du kannst dir aber keins leisten, für das du einen halben, gebrauchten Kleinwagen kaufen könntest – und besonders wenn man erst am Anfang steht mit dem Schreiben, ist das völlig nachvollziehbar.

Umsonst kann aber auch kein Lektor/Korrektor arbeiten.

Du steckst also in der Zwickmühle, und fühlst dich vielleicht auch ein wenig eingeschüchtert von all den einstigen Germanistik- und Literaturstudierten, die schon seit Jahren mit namhaften Verlagen zusammenarbeiten und deren Preise sich für dich in schier unerschwinglichen Höhen bewegen.

 

Also suchst du herum und dann findest du vielleicht das, was du weniger erwartet hast:

Nämlich andere Autoren, die genau wie du angefangen haben. Die kein Studium absolviert, aber bereits mehrere Bücher geschrieben und erfolgreich publiziert haben.


Es heißt, alle 100.000 Wörter erweitert sich unser Erfahrungsschatz und wir machen einen Entwicklungsschub. Gerade beim Schreiben macht sich das besonders bemerkbar. Je mehr du schreibst, je mehr Bücher du verlegst, desto weniger Fehler machst du. Das heißt nicht, dass du als Autor irgendwann keinen Lektor mehr brauchst - der ist unabdingbar, denn du wirst dir eine gewisse Betriebsblindheit immer bewahren. Doch die Fehler sind nicht mehr so gravierend und massiv wie bei Buch Nummer eins … und mal ehrlich, es ist immer gut, wenn jemand unabhängig und objektiv drüber liest und du Lücken schließen und Fehler verbessern kannst.

Das wertet deine gesamte Story nochmal auf.

 

Du bist also auf der Suche nach einem Lektor für dein Erstlingswerk oder willst beim Zweiten wenigstens nicht den gleichen Fehler machen?

Vielleicht kann ich dir helfen :)

In den letzten Jahren habe ich in erster Linie selbst geschrieben – und dabei viel gelernt. Mehr als 1,4 Millionen Wörter habe ich offiziell zu Papier und an die Leser gebracht. Von dem, was ich nebenbei getrieben habe und was noch gar nicht seinen Weg zum Ziel gefunden habt, wollen wir lieber nicht anfangen.

Nein, ich bin auch nicht perfekt, bei langen Texten, die ich selber schreibe, lass ich immer jemand anderen drüberschauen, dem meine Subjektivität fehlt und dessen Gehirn nicht vollgestopft ist mit dem ganzen anderen Kram. Ich liebe es zu schreiben, mein Kopf ist voll mit tollen Ideen, aber ich merke zunehmend, dass mir schon lange etwas fehlt … lesen.
Ich weiß, das klingt seltsam, doch in den letzten Jahren ist diese Leidenschaft definitiv auf der Strecke geblieben, weil das Schreiben absolut im Vordergrund stand.
Doch auch weil ich gemerkt habe, dass ich jedes Buch, das ich in die Hand nehme, gleich redigiere - ich gebe das nicht ungebeten weiter, aber ich komm nicht dagegen an.

Und dann kam mir dieser Gedanke: Wieso kombiniere ich meine Sehnsucht nach einer guten Geschichte aus der Hand eines anderen Autors nicht damit, ihm zu helfen?

 

Klar, ich habe kein Germanistik-, Literatur- und/oder Kunststudium. Ich kann auch keine langjährige Zusammenarbeit mit diversen Verlagen aufweisen. Und um Gottes Willen, ich will auch niemandem irgendwo vorwerfen zu teuer zu sein.

Ich weiß nur, wie man sich fühlt als Selfpublisher … gerade zu Beginn und wenn man keine großen Erfolge und entsprechende Einnahmen hat. Ja, man muss natürlich erstmal investieren, in ein gutes Cover, in einen Lektor … aber das Geld dafür muss auch einfach da sein.
Und es gibt einige Selfpublisher, die ich kenne, die sich weiterbilden und ihrerseits nun Coverdesign und/oder Lektorate anbieten, für kleines Geld und mit möglicherweise wertvollen Einsteigertipps für jene, die neu auf diesem Sektor sind.
 

Wenn du also auf der Suche nach einem bezahlbaren Lektor bist, dann scheu dich nicht und melde dich bei mir.