Aus alt mach neu ...?

 

Irgendwo in den Untiefen meiner Regale und Schränke lagern Unmengen an begonnen, beendeten und angebrochenen Geschichten.

Relikte aus Zeiten, in denen ich nicht einmal geahnt hätte, welche Möglichkeiten jemandem wie mir heutzutage offen stehen.

 

Vieles von dem, was ich in jungen Jahren fabrizierte, habe ich schlichtweg vergessen - natürlich war es naiv und ein bisschen weltfremd.

Meine Güte, ich war fünfzehn!

Bei manchen Geschichten muss ich schmunzeln, bei Anderen werde ich ein wenig wehmütig ... aber im Großen und Ganzen war die Grundidee gar nicht so verkehrt und es lässt sich durchaus aus diesen alten Geschichten etwas neues machen.

 

Eine meiner Kurzgeschichten - "Dunkler Kuss" - war so ein Relikt.

 

Ich konnte mich überhaupt nicht mehr an diese Geschichte erinnern, zumal ich sie damals meiner besten Freundin schenkte. Erst als sie mir die paar eng beschriebenen Bögen Papier mitbrachte und ich zu lesen begann, kam die Erinnerung zurück.

Junge, Junge ... es war ein ganz neues Gefühl Stolz für etwas zu empfinden, dass man selbst erschaffen hat ... und das eigentlich "alt" war.

Das Ganze noch mal ins Reine geschrieben, ein bisschen überarbeitet und mit einem Cover versehen, schon konnte ich einer Kurzgeschichte ein neues Gesicht verleihen. Im gleichen Moment kamen die Ideen für eine Fortsetzung, Gedanken daran wie es in Übersee mit meiner Protagonistin weiter geht ... bei Zeiten werde ich mich auch dem widmen.

 

Mit "Outback" tat ich einen ähnlichen Schritt.

Dieses Buch entstand aus dem Beginn einer meiner alten, kleinen Geschichten, die ich vorher nie zu Ende gebracht hatte. Als ich die ersten Zeilen las, war die gesamte Geschichte zurück in meinem Kopf und ich setzte mich hin, um sie aufzuschreiben.

 

Viele Ideen kommen während ich schreibe, manche sind gut, andere nicht. Es ist wie mit den Lesern, die ich erreichen will - bei einigen gelingt es mir, bei anderen nicht. Man muss auch Kritik einstecken können, denn man wird niemals den Geschmack aller treffen.

 

Ständig muss ich mir nebenher Notizen machen, um nichts zu vergessen und dennoch ... Zeit ist kostbar.

 

Ist eine Geschichte fertig, muss ich auf Abstand gehen, Kraft tanken und lernen loszulassen, ehe ich mich in die Nächste stürze ... aber es gelingt nicht immer und manchmal vergesse ich sogar, welcher Wochentag ist.

Schreiben ist eben auch Arbeit, Arbeit die Spaß macht und Zeit braucht.

 

Hier möchte ich ein paar Projekte vorstellen, an denen ich arbeite und die irgendwann ihren Platz räumen für neue Geschichten.